Menu
Di, 17.2.2026

Oberstufenschüler*innen des KKG stellen Komponist und Chorleiter Jakob Dymont vor

Einige Schüler*innen unserer 11. Klasse haben sich intensiv mit dem Leben und Werk des Komponisten und Chorleiters Jakob Dymont beschäftigt. Der aus Litauen stammende Musiker kam 1895 im Alter von 15 Jahren nach Berlin. Hier wirkte er als Chorleiter, unterrichtete am Kantorenseminar und war später Kantor in der nahegelegenen Synagoge in der Rykestraße – nur wenige Gehminuten von unserer Schule entfernt.

In dieser Synagoge wurden Dymonts Freitagabend- und Sabbatmorgenliturgien 1934 und 1936 erstmals aufgeführt. 1938 musste er aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung nach New York fliehen.

Im Rahmen des Projekts „Musikalische Stolpersteine“ führte die Klasse ein Gespräch mit dem Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov über Dymonts liturgische Werke. Außerdem hatten die Schüler*innen die besondere Gelegenheit, den in den USA lebenden Enkel des Komponisten in einem Online-Gespräch kennenzulernen und persönliche Einblicke in die Familiengeschichte zu erhalten. Hier geht es zum Podcast von radio3 mit unseren Schüler*innen.

Das Projekt verbindet Musik, Geschichte und lokale Erinnerungskultur und zeigt, wie eng die Schulumgebung mit Berliner Kultur- und Zeitgeschichte verknüpft ist.


MUSIKALISCHE STOLPERSTEINE

Verfolgte Musiker und Musikerinnen in der NS-Zeit - wie klingt ihre Musik? Wie verlief ihr Leben? Kann man ihre Musik heute wieder hörbar machen? Diesen Fragen gehen Berliner Schüler*innen in dem Projekt "Musikalische Stolpersteine" des Landesmusikrats Berlin mit Unterstützung von radio3 nach. Die jungen Leute erinnern in Podcast-Porträts an die Persönlichkeiten.

Fotos

Rosa und Jakob Dymont (1933) | Bild: Paul Mindus