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So, 15.3.2026

Robocup 2026 - Deutsche Meisterschaften in Köln - ereignisreiche vier Tage

Mit 14 Schülern der Klassenstufen 6 bis 12 traten die vier für die deutsche Robocup-Meisterschaft qualifizierten Teams den Weg nach Köln mit der Bahn an. Der erste Eindruck am Mittwoch: Wow, so eine große Robocup-Halle hatten wir noch nicht gesehen. Über 200 Teams aus ganz Deutschland waren zusammen gekommen und außerdem war parallel zum Robocup auch die Bildungsmesse Didacta mit Ihren tausenden Besucher*innen in den Messehallen unterwegs. Sehr gut gelungen war in diesem Jahr die Mischung der Robocup-Senior-Wettwerbe der Student*innen mit den Junior-Wettbewerben der Schüler*innen in einer Messehalle.

Gerade das Team unserer jüngsten Schüler war von der Reise und den Dimensionen der Veranstaltung dann zunächst so beeindruckt, dass in den ersten Wertungsläufen einiges schief ging und Trost gespendet werden musste. Auch die komplette Neukonstruktion des Fußballroboters nach dem Berliner Regionalwettbewerb erwies sich als zu riskant, sodass der Roboter in den ersten Spielen nicht, bzw. kaum funktionierte. Sogar das erfahrenste Team mit Schülern des Abiturjahrgangs hatte zunächst mit technischen und Kalibrierungsproblemen in der stark abgedunkelten Messehalle zu kämpfen und war mit den Wertungsläufen nicht zufrieden.

Am Abend hatten wir nun ein wenig Zeit, um über die mit tausenden 'Treue & Liebes-Vorhängeschössern' behängte Rheinbrücke zum Domplatz zu spazieren und unseren Hunger in einem italienischen Restaurant mit Pizzen zu stillen.

Da wir fußläufig zur Messe in der Jugendherberge Köln-Deutz untergebracht waren, verliefen am zweiten Tag die Wertungsläufe auf einmal viel besser. Am Vorabend und zum Teil noch in der Nacht war an den Robotern und an der Programmierung noch fleißig gearbeitet worden und dies war deutlich zu merken. Die drei Roboter der Rescue-Line-Teams schafften mehr Abschnitte der Parcours und sammelten Punkte ein. Die Zwischenplatzierungen verbesserten sich und die Laune der Schüler und Lehrer gleich mit. Die betreuenden Lehrer nutzten Wettbewerbspausen nun zu Kurzrundgängen durch die Didacta-Hallen und erfuhren einige neue Dinge, die für unser digital-excellentes Gymnasium in der Zukunft vielleicht nützlich werden könnten. Auch das Team '42' hatte es geschafft, dass ihr Roboter den Infrarotlicht aussendenden Ball erkannte und auf dem Spielfeld motorgesteuert fuhr. Dafür hatten sie eine komplett neue Steuerplatine in ihren Roboter einbauen müssen. Prompt wurde nun ein Fußballspiel mit 10:9 sogar gewonnen!

Am Freitagnachmittag hieß es, das Reisegepäck zu nehmen und die Roboter einzupacken und die Jugendherberge zu verlassen, da diese für das Wochenende bereits ausgebucht war. Im Meininger-Hostel in Köln-Ehrenfeld waren wir aber auch gut untergebracht. Es gab im Haus sogar einen Rewe-Markt für die notwendigen kleinen Einkäufe und im Hostel eine Do-it-yourself-Küche'. Wenn bloß nicht der kalte Regen und die auch in Köln eher nach dem Zufallsprinzip fahrenden Nahverkehrsbahnen gewesen wären...

Am Sonnabend standen schließlich die letzten Wertungsläufe an, die besonders wichtig sind. Denn von den pro Roboter zu absolvierenden fünf Läufen wird für den Endstand der schlechteste Lauf gestrichen. Das sollte bei unseren Teams, wie bereits berichtet, ein Lauf des ersten Tages sein. Die Roboter liefen derart von unseren motivierten Schülern programmiert, kalibiriert und konstruktiv verbessert dann auch prima und holten die erhofften Punkte. Das Fußballteam '42' unserer vier Neuntklässler Jasper, Emil, Tobias und Bennett schaffte im Spiel gegen das Team des Tagore-Gymnasiums aus Berlin-Marzahn ein 5:5 Unentschieden bei mehrfach wechselnden Führungen. Ein vermeintliches 6:5 Siegtor fiel leider erst Sekundenbruchteile nach dem Spielende. Trotzdem stand ein versöhnlicher 13.Platz in der Abschlusstabelle.

Hervorheben möchten wir den 12.Platz (von 35 teilnehmenden Teams) der Schüler Jonathan, Georg, Christoph und Ludwig (alle 12.Klasse) und ihrem Team 'Kanalratten'. Die Steigerung auf 410 Punkte im sehr anspruchsvoll gestalteten Abschlusslauf und 1167 Punkten insgesamt waren eindrucksvoll!

Alle Ergebnisse kann man auf der Seite des Robocup-Wettbewerbs hier nachschauen.

Die Rückfahrt mit einem vollen ICE der deutschen Bahn verlief ohne größere Schwierigkeiten. Zurück am Berliner Hauptbahnhof fuhren dann aber leider keine Strassenbahnen, was nach einer fast sechstündigen Bahnfahrt um neun Uhr abends dann doch ziemlich nervend war. Zum Glück wurden fast alle Schüler von ihren Eltern vom Zug abgeholt.

Zuletzt ein Aufruf: "Liebe Schüler*innen, bleibt alle beim Robocup dabei, entwickelt neue Ideen und stärkt euren Teamgeist!" ... und übt Euch auch ein wenig in den Fähigkeiten der Selbstorganistion ... und in der Einhaltung von Absprachen, das wäre schön ~~~

Grüße von R.Kreutel und M.Abend