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Di, 5.5.2026

Podiumsdiskussion zum Social-Media-Verbot: Leiter der Expertenkommission Prof. Dr. Köller besucht das Käthe-Kollwitz-Gymnasium

Die Diskussion um ein Social-Media-Verbot lässt die Jugend aufhorchen – Schüler*innen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Berlin suchen den Dialog und diskutieren am 13. Mai mit den verantwortlichen Entscheider*innen. Prof. Dr. Olaf Köller, Leiter der vom Bundesbildungsministerium beauftragten Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der Digitalen Welt, stellt sich den Fragen der Schülerschaft. Erfahrene Teilnehmer*innen von Jugend debattiert streiten mit dem Bildungsforscher auf dem Podium um das Für und Wider eines Verbots.

Kaum ein Vorschlag findet in der Politik so viel Zuspruch wie der eines Social-Media-Verbots. Koalitionsparteien CDU und SPD stehen geeint dahinter und auch die Bundesregierung nahm sich des Themas an. Derzeit erarbeitet eine vom Bundesbildungsministerium einberufene unabhängige Expertenkommission Handlungsempfehlungen, die sie bis Ende Juni bekanntgeben soll.

Doch wie unabhängig und ergebnisoffen ist diese Kommission wirklich? Und müssen Jugendliche schon bald die Sperrung von Instagram, TikTok und Co. fürchten?

Die drei Schüler*innen Lore, Maite und Nuri aus der Debattier-AG wollten nicht nur den politischen Diskurs von der Schulbank aus beobachten, sondern ihre eigene Perspektive in die Diskussion einbringen. Eigeninitiativ begannen sie, eine Podiumsdiskussion aufzusetzen – mit ihren Mitschüler*innen und den politischen Entscheider*innen.

Nuri, Teil des Orgateams: „Wo sollte das Social-Media-Verbot diskutiert werden, wenn nicht am Lernort Schule!? Genau deshalb holen wir Prof. Dr. Köller in unsere Aula und werden ihn mit vielseitigen Argumenten herausfordern.“

Die Notwendigkeit dieser Auseinandersetzung liegt auf der Hand. Lore fasst es wie folgt zusammen: „Wer kein Social Media hat, gehört nicht dazu. Wer nicht antwortet, wird ausgeschlossen. Für mich ist das eine zweite Welt neben der Schule, in der völlig andere Regeln herrschen.“

Bei der Frage, wie mit Social Media politisch umzugehen ist, ist sich die Schülerschaft keineswegs einig. Durchaus differenziert sind die Positionen: Einige betonen die Vorzüge des freien Austauschs, andere warnen vor einer möglichen Sucht und gefährlicher Manipulation.

„Ein Verbot kann nur ein Instrument sein, um Raum für neue Angebote zu schaffen. Mobbing ist damit höchstens versteckt, und die Medienkompetenz entfaltet sich auch nicht im Vakuum der Plattformlosigkeit.“, glaubt Maite.

Die Podiumsdiskussion unter dem Titel „TikTok, Instagram und Co. — einfach abschalten?” wird am 13.05.2026 von 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr stattfinden. Es wird eine lebendige Diskussion mit spannenden Panelgästen erwartet:

  • Prof. Dr. Köller ist Psychologe und einer der renommiertesten Bildungsforscher Deutschlands. Er ist als Leiter des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik tätig. 2025 wurde er zum Vorsitzenden der Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der Digitalen Welt des Bundesbildungsministeriums ernannt.
  • junge Debattant*innen bringen verschiedene Perspektiven aus der Schülerschaft ein und scheuen dabei keine Kontroverse.

Für eine Teilnahme wird um Anmeldung gebeten. Ein Link zur Aufzeichnung wird zeitnah veröffentlicht.

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